Kostenoptimierung

Die (Säule) Säule beinhaltet (Beschreibung)

Die Säule der Kostenoptimierung bietet einen Überblick über Designprinzipien, bewährte Methoden und Fragen. Obligatorische Anleitungen zur Implementierung finden Sie im Whitepaper zur Säule der Kostenoptimierung.

Designprinzipien

Es gibt in der Cloud (Anzahl) konzeptionelle Grundsätze für (untere Säule):

Definition

Es gibt in der Cloud (Anzahl) Bereiche, in denen bewährte Methoden für (untere Säule) zur Anwendung kommen:

Wie bei den anderen Säulen innerhalb des Well-Architected Framework müssen Kompromisse erwogen werden. So müssen Sie beispielsweise entscheiden, ob Sie die Markteinführungsgeschwindigkeit oder die Kosten optimieren möchten. In manchen Fällen ist es sinnvoll, die Priorität auf Geschwindigkeit zu legen, z. B. verbunden mit einer raschen Markteinführung, der Bereitstellung neuer Funktionen oder einer simplen Fristerfüllung, statt im Vorfeld in Kostenoptimierung zu investieren. Konzeptionelle Entscheidungen werden gelegentlich durch Eile statt auf Basis von Daten getroffen, und man ist immer der Versuchung ausgesetzt, einem potenziellen Szenario zu viel Bedeutung beizumessen, statt Zeit in die Bestimmung der kostengünstigsten Bereitstellung zu investieren. Dies führt häufig zu Überbereitstellungen oder nicht optimierten Bereitstellungen. Es ist jedoch die richtige Wahl, wenn Sie Ressourcen per "Lift and Shift" aus Ihrer lokalen Umgebung in die Cloud verlagern und die Optimierung anschließend durchführen möchten. Wenn Sie vorab genügend Arbeit in eine Strategie zur Kostenoptimierung investieren, können Sie die wirtschaftlichen Vorteile der Cloud schneller nutzen, indem Sie eine konsistente Einhaltung bewährter Methoden sicherstellen und Überbereitstellungen vermeiden. In den folgenden Abschnitten finden Sie Techniken und bewährte Methoden sowohl für die erste als auch die fortlaufende Implementierung von Cloud-Finanzmanagement und Kostenoptimierung für Ihre Workloads.

Bewährte Methoden

Praxis für Cloud-Finanzmanagement

Mit der Einführung der Cloud können Technologieteams dank verkürzter Genehmigungs-, Beschaffungs- und Infrastrukturbereitstellungszyklen schneller innovieren. Ein neuer Ansatz für das Finanzmanagement in der Cloud ist erforderlich, um geschäftlichen Nutzen und finanziellen Erfolg zu erzielen. Dieser Ansatz ist das Cloud-Finanzmanagement. Es baut Funktionen in Ihrer gesamten Organisation auf, indem organisationsweit Wissensaufbau, Programme, Ressourcen und Prozesse implementiert werden.

Viele Organisationen bestehen aus vielen verschiedenen Einheiten mit unterschiedlichen Prioritäten. Durch die Fähigkeit, Ihre Organisation an mehreren vereinbarten Finanzzielen auszurichten und ihr die Mechanismen zur Erreichung der Ziele bereitzustellen, wird die Effizienz der Organisation gesteigert. Ein leistungsfähiges Unternehmen innoviert und entwickelt schneller, ist agiler und passt sich einfacher an beliebige interne oder externe Faktoren an.

In AWS können Sie Cost Explorer und optional Amazon Athena und Amazon QuickSight mit dem Kosten- und Nutzungsbericht (CUR) verwenden. So können Sie Kosten- und Nutzungsbewusstsein in Ihrer gesamten Organisation schaffen. AWS-Budgets bietet proaktive Benachrichtigungen zu Kosten und Nutzung. Die AWS-Blogs bieten Informationen zu neuen Services und Funktionen, damit Sie immer über neue Serviceversionen auf dem Laufenden sind.

In den folgenden Fragen geht es um diese Überlegungen zu (untere Säule).

COST 1: Wie implementieren Sie das Cloud Financial Management?

Beim Aufbau einer Kostenoptimierungsfunktion sollten Sie den Einsatz von Teammitgliedern und das Ergänzen des Teams um CFM- und CO-Experten erwägen. Bestehende Teammitglieder wissen, wie die Organisation derzeit funktioniert und Verbesserungen schnell implementiert werden können. Erwägen Sie auch, Personen mit ergänzenden oder speziellen Kenntnissen, wie im Bereich Analyse oder Projektmanagement, mit einzubinden.

Wenn Sie Kostenbewusstsein in Ihrer Organisation implementieren, können Sie auch vorhandene Programme und Prozesse verbessern oder auf ihnen aufzubauen. Es geht viel schneller, bestehende Prozesse und Programme zu ergänzen, als sie neu zu erstellen. So werden die Ergebnisse viel schneller erreicht.

Ausgaben- und Nutzungsbewusstsein

Die erhöhte Flexibilität und Agilität der Cloud fördert Innovationen und schnelle Entwicklungen und Bereitstellungen. Diese Merkmale eliminieren die manuellen Prozesse und den Zeitaufwand für die Bereitstellung einer lokalen Infrastruktur, einschließlich der Identifizierung von Hardware-Spezifikationen, dem Verhandeln von Preisen, der Verwaltung von Bestellungen, der Planung von Lieferungen und schließlich der Bereitstellung der Ressourcen. Die einfache Nutzung und die nahezu unbegrenzte On-Demand-Verfügbarkeit macht neue Wege erforderlich, über Ausgaben nachzudenken.

Viele Unternehmen bestehen aus einer Vielzahl von Systemen, die von unterschiedlichen Teams betrieben werden. Die Möglichkeit, die Ressourcenkosten der jeweiligen Organisation oder den jeweiligen Produkteigentümer zuzuordnen, fördert ein effizientes Nutzungsverhalten und hilft, Verschwendung von Ressourcen einzudämmen. Mit einer präzisen Kostenzuordnung wissen Sie, welche Produkte wirklich profitabel sind, und können fundiertere Entscheidungen in Bezug auf die Budgetaufteilung treffen.

In AWS erstellen Sie mit AWS Organizations oder AWS Control Tower eine Kontostruktur, die eine Trennung ermöglicht und Sie bei der Zuordnung Ihrer Kosten und Nutzung unterstützt. Sie können auch Tagging für Ressourcen verwenden, um Geschäfts- und Organisationsinformationen auf Ihre Nutzung und Kosten anzuwenden. Verwenden Sie AWS Cost Explorer, um Einblicke in Ihre Kosten und Nutzung zu erhalten, oder erstellen Sie benutzerdefinierte Dashboards und Analysen mit Amazon Athena und Amazon QuickSight. Die Kontrolle Ihrer Kosten und Nutzung erfolgt durch Benachrichtigungen über AWS-Budgets sowie Kontrollen mithilfe von AWS Identity and Access Management (IAM) und Servicekontingenten.

In den folgenden Fragen geht es um diese Überlegungen zu (untere Säule).

COST 2: Wie können Sie die Nutzung steuern?
COST 3: Wie können Sie die Nutzung und Kosten überwachen?
COST 4: Wie können Sie Ressourcen außer Betrieb nehmen?

Sie können Tags für die Kostenzuordnung verwenden, um Ihre Nutzung und Kosten in AWS zu kategorisieren und zu verfolgen. Wenn Sie Tags auf Ihre AWS-Ressourcen anwenden (z. B. EC2-Instances oder S3 Buckets), generiert AWS einen Kosten- und Nutzungsbericht mit Ihrer Nutzung und Ihren Tags. Sie können Tags anwenden, die für Unternehmenskategorien stehen (z. B. Kostenstellen, Workload-Namen oder Besitzer), um Ihre Kosten verschiedenen Services zuzuordnen.

Achten Sie darauf, dass Sie den richtigen Detail- und Granularitätsgrad für die Kosten- und Nutzungsberichterstattung und -überwachung verwenden. Um allgemeine Erkenntnisse zu gewinnen und Trends zu erkennen, verwenden Sie die tägliche Granularität mit AWS Cost Explorer. Für tiefgehendere Analysen und Prüfungen verwenden Sie die stündliche Granularität in AWS Cost Explorer oder Amazon Athena und Amazon QuickSight sowie den Kosten- und Nutzungsbericht (CUR) mit stündlicher Granularität.

Durch die Kombination von mit Tags gekennzeichneten Ressourcen und Entitätslebenszyklus-Tracking (Mitarbeiter, Projekte) können Sie verwaiste Ressourcen oder Projekte identifizieren, die für das Unternehmen keinen Wert mehr generieren und außer Betrieb genommen werden sollten. Sie können Abrechnungsbenachrichtigungen einrichten, um Sie über prognostizierte Budgetüberschreitungen zu informieren.

Kostengünstige Ressourcen

Die Verwendung geeigneter Instances und Ressourcen für Ihren Workload ist für Kosteneinsparungen von entscheidender Bedeutung. Die Ausführung eines Berichtsprozesses kann auf kleineren Servern beispielsweise bis zu fünf Stunden dauern, auf einem doppelt so teuren großen Server jedoch lediglich eine Stunde. Auf beiden Servern erhalten Sie dasselbe Ergebnis, der kleinere Server generiert über den Ausführungszeitraum jedoch höhere Kosten.

Architektonisch gute Workloads verwenden die kostengünstigsten Ressourcen; dieses Verhalten kann eine signifikante und positive wirtschaftliche Auswirkung haben. Sie haben außerdem die Möglichkeit, verwaltete Services für die Kostenreduzierung zu verwenden. So können Sie für die E-Mail-Zustellung beispielsweise einen Service nutzen, bei dem die Kosten nach der Anzahl der versendeten Nachrichten berechnet werden, statt Server für diese Aufgabe bereithalten zu müssen.

AWS bietet eine Vielzahl flexibler und kosteneffektiver Preisoptionen für den Erwerb von Instances von EC2 und anderen Services auf eine Weise, die Ihre Anforderungen ideal erfüllt. Mit On-Demand-Instances zahlen Sie auf Stundenbasis für die genutzte Rechenkapazität und gehen keine Mindestverpflichtungen ein. Savings Plans und Reserved Instances bieten Einsparungen von bis zu 75 % gegenüber On-Demand-Preisen. Mit Spot-Instances können Sie ungenutzte Amazon EC2-Kapazität nutzen und von Einsparungen von bis zu 90 % im Vergleich zum On-Demand-Preis profitieren. Spot-Instances eignen sich, wenn das System eine Flotte von Servern toleriert, bei der einzelne Server dynamisch aktiviert und deaktiviert werden können, wie z. B. bei zustandslosen Webservern, bei der Stapelverarbeitung oder bei der Nutzung von HPC und Big Data.

Auch mit der Auswahl geeigneter Services ist es möglich, Nutzung und Kosten zu reduzieren. So können Sie beispielsweise CloudFront nutzen, um das Datenübertragungsvolumen zu reduzieren, oder Kosten vollständig eliminieren, z. B. mit Amazon Aurora on RDS, mit dem Sie kostspielige Datenbanklizensierungskosten vermeiden können.

In den folgenden Fragen geht es um diese Überlegungen zu (untere Säule).

COST 5: Wie können Sie die Kosten bei der Auswahl von Services einschätzen?
COST 6: Wie können Sie bei der Auswahl des Ressourcentyps, -umfangs und der Anzahl der Ressourcen Kostenziele erfüllen?
COST 7: Wie können Sie Kosten mithilfe von Preismodellen senken?
COST 8: Wie können Sie die Kosten für Datenübertragungen planen?

Durch das Einkalkulieren der Kosten während der Serviceauswahl und die Verwendung von Tools wie Cost Explorer und AWS Trusted Advisor zur regelmäßigen Überprüfung Ihrer AWS-Nutzung können Sie Ihre Nutzung aktiv überwachen und Ihre Bereitstellungen entsprechend anpassen.

Verwalten der Ressourcen bezüglich Bedarf und Bereitstellung

Wenn Sie in die Cloud wechseln, zahlen Sie nur für die genutzten Ressourcen. Sie können Ressourcen so bereitstellen, dass sie dem Workload-Bedarf zum jeweiligen Zeitpunkt entsprechen. Dadurch werden kostspielige Überbereitstellungen überflüssig. Sie können den Bedarf auch anpassen, indem Sie eine Drosselung, einen Puffer oder eine Warteschlange verwenden, um den Bedarf zu glätten und ihn mit weniger Ressourcen zu erfüllen, was zu niedrigeren Kosten führt. Außerdem können Sie ihn mit einem Batch-Service zu einem späteren Zeitpunkt verarbeiten.

In AWS können Sie Ressourcen automatisch so bereitstellen, dass sie den Workload-Bedarf erfüllen. Durch Auto Scaling mit bedarfs- oder zeitbasiertem Ansatz können Sie Ressourcen nach Bedarf hinzufügen und entfernen. Wenn Sie in der Lage sind, Bedarfsänderungen zu antizipieren, können Sie mehr Kosten einsparen und zugleich sicherstellen, dass Ihre Ressourcen Ihren Workload-Anforderungen entsprechen. Sie können Amazon API Gateway verwenden, um eine Drosselung zu implementieren, oder Amazon SQS einsetzen, um eine Warteschlange für Ihren Workload zu implementieren. Mit beiden können Sie den Bedarf für Ihre Workload-Komponenten anpassen.

In den folgenden Fragen geht es um diese Überlegungen zu (untere Säule).

COST 9: Wie verwalten Sie die Nachfrage und stellen Ressourcen bereit?

Wenn Sie planen, dass Ressourcen für Bedarf und Bereitstellung geändert werden können, denken Sie auch an die Nutzungsmuster, die Zeit für die Bereitstellung neuer Ressourcen und die Vorhersehbarkeit des Bedarfsmusters. Stellen Sie beim Verwalten des Bedarfs sicher, dass Ihre Warteschlange oder Ihr Puffer korrekt dimensioniert ist und Sie in der erforderlichen Zeit auf den Workload-Bedarf reagieren.

Optimierung im Laufe der Zeit

Im Zuge der Veröffentlichung neuer Services und Funktionen durch AWS empfiehlt es sich, Ihre bestehenden Entscheidungen zur Architektur zu überprüfen, damit diese weiterhin so kostengünstig wie möglich sind. Wenn sich Ihre Anforderungen ändern, zögern Sie nicht, und nehmen Sie Ressourcen, ganze Services und Systeme, die Sie nicht mehr benötigen, außer Betrieb.

Durch die Implementierung neuer Funktionen oder Ressourcentypen können Sie Ihren Workload inkrementell optimieren und gleichzeitig den Aufwand für die Implementierung der Änderung minimieren. Dadurch wird die Effizienz im Laufe der Zeit kontinuierlich verbessert und sichergestellt, dass Sie stets die aktuellste Technologie nutzen, um die Betriebskosten zu senken. Sie können mit neuen Services auch Komponenten des Workloads ersetzen oder ihm neue Komponenten hinzufügen. Dies kann zu erheblichen Effizienzsteigerungen führen. Daher ist es wichtig, Ihren Workload regelmäßig zu überprüfen und neue Services und Funktionen zu implementieren.

In den folgenden Fragen geht es um diese Überlegungen zu (untere Säule).

COST 10: Wie können Sie neue Services bewerten?

Wenn Sie Ihre Bereitstellungen regelmäßig überprüfen, sollten Sie auch bewerten, wie Sie mit neueren Services möglicherweise Geld sparen können. Mit Amazon Aurora on RDS können Sie beispielsweise die Kosten für relationale Datenbanken reduzieren. Wenn Sie serverlose Technologie wie Lambda verwenden, müssen Sie Instances nicht mehr betreiben und verwalten, um Code auszuführen.

Ressourcen

Werfen Sie einen Blick auf die folgenden Ressourcen, um mehr über unsere bewährten Methoden für (Säule) zu erfahren.

Cost Optimization Pillar
AWS Well-Architected Cost Optimization Labs
Well-Architected Tool
AWS Cost Management Blog
AWS Billing and Cost Management
AWS Tagging Strategies
Getting Started with Amazon EC2 Spot Instances
AWS Documentation